Es ist soweit: seit 2010 gibt es nun das bedingungslose Grundeinkommen!


Ein Rückblick.

Seit der Wirtschaftswunderzeit hat der Kapitalismus wie es ihm eigen ist seine zyklischen Krisen hervorgebracht, die immer wieder zu Rationalisierung (dem Ersetzen menschlicher Arbeit durch Maschinen) und damit zu Entlassungen führten. Über Jahrzehnte vermochte die Politik den Gewinn den diese Rationalisierung mit sich brachte nicht zu verteilen. So gab es Rationalisierungsgewinner (mit Arbeit) die von der Rationalisierung durch höhere Gewinne oder billigere Waren profitierten, und die Rationalisierungsverlierer, die weg rationalisiert wurden und plötzlich ohne Einkommen dastanden. Eine lange Zeit gelang es der Politik diesen Zustand mit Sozialleistungen und später mit zunehmenden statistischen Tricks zu kaschieren. So lag die offizielle Arbeitslosenzahl noch im März 2009 bei 3 Mio. während tatsächlich 5,9 Mio. Menschen Lohnersatzleistungen oder Arbeitslosengeld bezogen. (Vergleiche Monatsbericht der Agentur für Arbeit März 2009) Die globale Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 ließ die so lange gepflegte Fassade bröckeln. Die Arbeitslosenzahl stieg erneut dramatisch an, während gleichzeitig der Konsum einbrach. In dieser kritischen Situation rückte die Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen, die seit einigen Jahren verstärkt im deutschsprachigen Raum geführt wurde, in den Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzung. Die Frage ob Arbeit weiter allein nach ihrem wirtschaftlichen Nutzen bewertet werden solle wurde hitzig diskutiert. Gleichzeitig wurde mehr und mehr Menschen klar, welche Arbeiten geleistet werden könnten, wenn man die menschliche Arbeit nicht mehr in Konkurrenz zur Maschinenarbeit stellen würde. Die Tatsache, dass man soziale Tätigkeiten gar nicht rationalisieren kann, dass es im Sozialen Bereich im Gegenteil nur um ein mehr an menschlicher Arbeit gehen kann leuchtete immer mehr Menschen ein. Unter dem wachsenden öffentlichen Druck beschloss der neu gewählte Bundestag im Oktober 2009 die Einführung eines bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe von 1.000 Euro zum 1.Januar 2010.


 

 

 

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